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500-Mal mehr Gras als vor zwei Jahren

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29 Cannabis-Clubs gibt es inzwischen in Sachsen. Vor allem in Leipzig, Dresden und Chemnitz ist der Andrang auf die begehrten Blüten groß.

Insgesamt acht Clubs haben ihren Sitz in Leipzig. Damit liegt die Stadt im Sachsen-
Vergleich an der Spitze. Unter den Landkreisen führt Görlitz, mit vier genehmigten
Anbauvereinigungen. Bis Juli kamen zudem fünf neue Cannabis-Clubs in Sachsen dazu.
Zwei davon in Leipzig, zwei in Chemnitz, einer im Landkreis Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge.

Am deutlichsten zeigt sich der Boom jedoch bei der Ernte. 2024 baute in ganz Sachsen
nur ein einziger Verein überhaupt an und erzeugte so einen Ertrag von 680 Gramm. 2025
waren es schon 21 Vereine. Zusammen kamen sie auf 340 Kilogramm.

Die rechtlichen Hürden

Wer einen solchen Club gründen will, braucht im Freistaat einen langen Atem. Zuständig
ist die Landesdirektion Sachsen, bei der künftige Vereine unter anderem eine Satzung,
ein Sicherungs- und Schutzkonzept sowie Gesundheits- und Jugendschutzmaßnahmen
vorlegen müssen. Dazu kommen bauliche Vorgaben wie Mindestabstände zu Schulen
und Spielplätzen.

Damit steht Sachsen bundesweit nicht allein da. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der
Cannabis-Anbauvereinigungen (BCAv) zählt bis September 26 insgesamt 908
eingereichte Anträge. Gerade einmal 474 davon wurden bis jetzt bewilligt.

Autor:in

  • Lars Freudenberger ist freier Journalist aus Chemnitz. Neben seinem Studium schreibt er für verschiedene Online-Medien, darunter „Belltower.News“ und „Volksverpetzer“. Er beschäftigt sich vor allem mit Rassismus, Rechtsextremismus und der Rolle einer kritischen Zivilgesellschaft.

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