Die erste Fernstrecke Deutschlands, 1839 eröffnet: Leipzig nach Dresden und wieder zurück. Damals eine technische Sensation. Heute eine normale Regionalbahn – mit einem eher durchmischten Ruf. Verspätungen, Zugausfälle, überfüllte Waggons. Wer die Linie nutzen muss, weiß, wovon die Rede ist.

1839 brauchte die Fahrt knapp vier Stunden, und es verkehrten nur zwei bis drei Züge täglich. Wohlhabende Reisende saßen in geschlossenen Wagen mit Dach und Vorhängen. Die meisten aber saßen in der dritten Klasse: offene Waggons, ungeschützt vor Regen, Ruß und Funkenflug. 47 dieser Wagen stellte die Bahn für den Regelbetrieb bereit.
