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Gleichstellung in der Politik: Sachsen hinkt hinterher

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Die deutsche Politik ist weit davon entfernt, Frauen und Männer gleichermaßen zu repräsentieren  – vor allem in Sachsen. In der aktuellen Legislaturperiode sind nur rund 27 Prozent (33 von 120) der Abgeordneten im Sächsischen Landtag Frauen. Lediglich die Fraktionen der SPD und der Linken sind paritätisch besetzt. Besonders groß ist der Unterschied bei der AfD: 90 Prozent der Abgeordneten der rechtsextremen Partei im Landtag sind Männer. In der vergangenen Legislaturperiode waren noch gut 28 Prozent des Landesparlaments weiblich besetzt. 

Die Sächsische Staatsregierung hat mit vier Ministerinnen einen Frauenanteil von rund 36 Prozent. Sachsen hinkt bei der Gleichstellung in der Politik den anderen Bundesländern hinterher: So hat die Hamburgische Bürgerschaft einen Frauenanteil von gut 48 Prozent und der Schleswig-Holsteinische Landtag immerhin rund 37 Prozent. Nur Bayern hat mit 24,6 Prozent einen geringeren Anteil weiblicher Abgeordneter als Sachsen. 

Im europäischen Vergleich steht Deutschland mit rund 32 Prozent Frauen unter den Bundestags- und Bundesratsmitglieder im Mittelfeld. Zum Vergleich: Skandinavische Staaten wie Finnland oder Schweden haben einen Frauenanteil von über 40 Prozent. Die europäischen Schlusslichter sind Ungarn mit rund 15 Prozent und Zypern mit rund 14 Prozent weiblicher Abgeordneter.

Autor:in

  • Tim Schulz

    Redakteur

    Wahl-Chemnitzer mit ostdeutschen Wurzeln - und trockenem Humor bewaffnet.

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