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Queeres Leben in Sachsen: Räume ohne Vorurteile

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Queere Netzwerke in Sachsen sind ungleich verteilt. In Leipzig und Dresden ballen sich Anlaufstellen, Archive und Beratungsstellen, dazu feste CSD-Wochen mit Zehntausenden Teilnehmenden. Nordsachsen, der Landkreis Meißen, Mittelsachsen und der Erzgebirgskreis haben dagegen nur wenige queere Anlaufstellen. Doch auch dort finden einmal im Jahr CSDs statt, die von Ehrenamtlichen gestemmt werden und so queeres Leben in den Regionen sichtbar machen. 

Bautzen hingegen zeigt, wie riskant queere Arbeit immer noch sein kann: Der örtliche CSD selbst wurde 2026 pausiert, nachdem es dort in den Vorjahren wiederholt zu Bedrohungen und Übergriffen gegen Teilnehmende und Medienschaffende kam. Insgesamt wurden im Vorjahr zwei Drittel der CSDs in Ostdeutschland bedroht oder angegriffen.

Gleichzeitig wächst die Szene an neuen Orten weiter. Geithain feierte 2026 seine Premiere, nachdem der CSD im Landkreis zuvor noch in Borna stattfand. Frankenberg zeigt hingegen, wie daraus Kontinuität wird: 2022 zogen erstmals rund 100 Menschen durch die Stadt, 2026 feiert der CSD dort bereits die fünfte Ausgabe.

Autor:in

  • Lars Freudenberger ist freier Journalist aus Chemnitz. Neben seinem Studium schreibt er für verschiedene Online-Medien, darunter „Belltower.News“ und „Volksverpetzer“. Er beschäftigt sich vor allem mit Rassismus, Rechtsextremismus und der Rolle einer kritischen Zivilgesellschaft.

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